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Arbeitsunfähig oder erwerbsunfähig? Wo liegt der Unterschied?

Was versteht man unter diesen Begriffen?

Der Begriff der im Gesetz nicht definierten Erwerbsfähigkeit ist als Fähigkeit des Versicherten zu verstehen, seinen bisherigen Beruf oder seine bisherige Tätigkeit weiter ausüben zu können (BSG, Urteil vom 11.0 5. 2011, Aktenzeichen: B 5 R 54/10 R).

Das Gegenstück dazu ist die Erwerbsunfähigkeit. Voll erwerbsgemindert sind Versicherte, die wegen Krankheit oder Behinderung auf nicht absehbare Zeit außerstande sind, unter den üblichen Bedingungen des allgemeinen Arbeitsmarktes mindestens drei Stunden täglich erwerbstätig zu sein (§ 43 Abs. 2 SGB VI).

Arbeitsunfähigkeit liegt vor, wenn der Versicherte aufgrund von Krankheit seine zuletzt vor der Arbeitsunfähigkeit ausgeübte Tätigkeit nicht mehr oder nur unter der Gefahr der Verschlimmerung der Erkrankung ausführen kann (§ 2 Abs. 1 Arbeitsunfähigkeits-Richtlinie).

Worin unterscheiden sich beide Begriffe?

Die Arbeitsunfähigkeit stellt ab nur auf die zuletzt ausgeübte Tätigkeit, die Erwerbsunfähigkeit auf den allgemeinen Arbeitsmarkt. Das geht sehr viel weiter. Eine lange Arbeitsunfähigkeit, die trotz intensiver ärztlicher Behandlung nicht behoben werden kann, ist ein Indiz für eine Erwerbsminderung, mehr nicht. Beides kann zugleich vorliegen.

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